Johannes Rudolphi

Spätimpressionist

Eintrag auf Wikipedia

Selbstbildnis in Pastell vom 9. Juli 1908

{Rudolphi Kunst} Spätimpressionist Johannes Rudolphi

1877 – Potsdam – 1950


Lyrische Landschaften in Öl, Porträts auch in Pastell; lichtverliebter Maler und Zeichner, der künstlerisch zwischen Leistikow und Liebermann steht.

Sohn des Arztes Dr. Wilhelm A. Rudolphi, verheiratet mit Margarete, geb. Haeberlin; zwei Söhne: *1902 Hellmut (Architekt), *1906 Wolfram (Kunstmaler und Grafiker).

Am 5. Oktober 1877 in Potsdam geboren, entschließt sich Johannes Rudolphi 20jährig Maler zu werden.

Viele seiner Landschaftsbilder, die uns erhalten sind, ent­standen un­mittelbar in der Natur, inmitten des Motivs – Studien genannt –, um z.B. große Staffelei­bilder anschließend im Atelier zu initiieren oder einzig, um die eigene Stimmung im Ent­stehen der Studie zu bewahren. Darin steckt über alle Zeit, ganz lebendig, geradezu fühlbar, der unmittelbare Ein­druck von Licht und Farben, was der Künstler, gleichsam aus dem Ver­borge­nen, unauf­hörlich auf den Betrachter überträgt. Das hebt die Studien unnach­ahmlich heraus, macht sie einzigartig.

  • 1898 Beginn des Studiums an der Münchner Kunstakademie.
  • 1899 Rückkehr nach Berlin. Studium an der Königlichen Akademie.
  • 1901 12. August Heirat mit Margarete Haeberlin (Tochter des kgl. Hofbaurats).
  • 1902 Beendigung des Studiums. Die Sommermonate verbringen die Eheleute häufig im Grünen Haus im Neuen Garten in Potsdam; von dort Malausflüge.
  • 1903 Mehrmonatige Reise durch Brandenburg und die Uckermark.
  • 1904 Im Sommer Aufenthalt in Küstrin; Malausflüge in der Neumark.
  • 1905 Zeigt auf der Großen Berliner Kunstausstellung das „Porträt des Land­gerichts­präsi­den­ten I.“. Reise in den Schwarzwald.
  • 1906 Johannes Rudolphi stellt auf der Großen Berliner Kunstausstellung mit großem Erfolg das Gemälde „Abend am Sakrower See“ aus.
  • 1908 Zeigt auf der Großen Berliner Kunstausstellung sein Selbstporträt und schließt sich der Berliner Sezession unter Führung von Max Liebermann an.
  • 1909 Letztmalig bei der Großen Berliner Kunstausstellung. Weitere Reisen.
  • 1910 Umzug ins eigene Landhaus in Berlin-Schlachtensee, Brunnenstr. 4, was dem Malen auch durch das Atelier großen Auftrieb gibt.
  • 1914 Johannes Rudolphi erwählt das Golmer Luch bei Potsdam für sich und die Malerei. Es soll auf lange Zeit eines seiner bevorzugten Motive bleiben.
  • 1919 Er nimmt das Malen mit alter Kraft auf, was außer zeichnerischen Arbeiten während einiger Studienreisen im Ersten Weltkrieg fast zum Erliegen kam.
  • 1920 Über die Jahre anhaltende Schaffensperiode, der große Zustimmung und wirtschaftlicher Erfolg beschieden ist.

In seinen späten Jahren malt Johannes Rudolphi infolge einer Augenerkrankung nur noch sporadisch; eines der letzten Bilder ist das Porträt des Enkels Joachim B. Rudolphi in Pastell von 1947. Am 21. Januar 1950 verstirbt Johannes Rudolphi in Potsdam-Babelsberg.

{Rudolphi Kunst} Kunstgalerie und Handel - Rudolphi Kunstmacht die drei Malertalente der Familie Rudolphi mit ihrem Œuvre publik. Übereinstimmend für alle gilt: Einfühlsame, verstehbare, naturbetonte Kunst. Farben und Formen mit den Augen des Künstlers gesehen, in hoher Fertigkeit auf Papier oder Leinwand gebracht – Malerei, die süchtig macht.